Sonntag, 16. September 2007

Der Schatten der chinesischen Industrialisierung - SMOG

Die letzten zwei Tage waren wir von einem dichten Nebel eingehüllt bei dem in Deutschland wohl schon längst die Warnung draussen wäre alle Türen und Fenster geschlossen halten, jegliche körperliche Anstrenung vermeiden und am besten nicht aus dem Haus zu gehen. Zu verdanken hat Hongkong die schlechte Luft dem direkt hinter der Grenze liegenden wohl grössten Industriegebiet der Welt, dem Perlfluss-Delta. Wahrscheinlich hat jeder irgendwas daheim das hier hergestellt wurde. Da die hiesigen Umweltschutzmaßnahmen bei all dem Wirtschaftswachstum nicht ganz so genau beachtet werden bzw auch nicht vorhanden sind, gibt es in Hongkong wohl noch öfters Mal diesen dreckigen Nebel. Die Luft war so verschmutzt, dass ich nach ca. 1 min ausserhalb von klimatisierten Räumen ein Kratzen im Hals spüre und schleunigst den nächsten sicheren Hafen ansteure. Dieses Wetter (eigentlich ist es ja nicht das Wetter) hat unsere Wochenendplanung dann auch durcheinander geworfen, da wir dann nicht noch an den Ort des Übels (Shenzhen) fahren wollten. Ich behaupte mal, dass es in China Menschen gibt die in ihrem ganzen Leben noch keinen blauen Himmel und die Sonne gesehen haben ;-)

Auf jeden Fall werd ich bei zukünftigen Smogtagen dann meine Tagespläne dementsprechend anpassen und nur noch zum Einkaufen gehen, da muss man nämlich nicht raus an die Luft. Ich hoffe jetzt mal auf einen drehenden Wind der den Dreck nach China hinein bläst und nicht in meine Lunge.

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